Informationsabend am 16. März 2011 in der Heinrich-Behnken-Schule zu dem Thema:

Wenn wir Organe hätten, die elektrische und elektromagnetische Felder wahrnehmen könnten, wären wir achtsamer bei der Anschaffung und Benutzung von Geräten. Die Baubiologin Brigitte Becker aus Osterholz-Scharmbeck machte diese Felder mit Hilfe von verschiedenen Messinstrumenten sicht- und hörbar.

Rund um die Kabel unserer so lieb gewonnenen Haushaltsgeräte bestehen elektrische Felder – auch wenn die Geräte ausgeschaltet sind. Je mehr elektrische Geräte in einem Haushalt vorzufinden sind, desto stärker ist die Strahlung. Empfindliche Menschen reagieren manchmal mit Konzentrationsstörungen, Schlafproblemen oder anderen eher unklaren Symptomen. Fragt dann der Arzt danach, ob Sie vielleicht in der Nähe Ihres Schlafplatzes viele elektrische Geräte haben, ein Verlängerungskabel unter dem Bett oder Ihr schnurloses Telefon neben dem Kopfkissen bereit liegt? Ach ja, und da wäre ja auch noch das Handy. Das Handy gibt elektromagnetische Strahlen ab. Diese können direkt Einfluss auf die Gehirnströme haben. Nach einem längeren Gespräch mit dem Handy könnte es sein, dass Ihre Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist. Das bedeutet, dass Sie langsamer im Straßenverkehr reagieren, aber auch an Arbeitsmaschinen, die Schüler und Schülerinnen im Unterricht. Jugend Forscht untersuchte darüber hinaus das Blut unter einem Dunkelfeldmikroskop (keine kassenärztliche Leistung) und entdeckte, dass sich die Blutkörperchen schon nach einem kurzen Handyanruf wie Geldrollen aneinander hängten. Diese Rollen sind nicht in der Lage ihre Aufgaben zu erfüllen. Sie können z.B. in dieser Phase weniger Sauerstoff binden, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen könnten die natürliche Folge sein... Leider kommt noch ein I-Tüpfelchen auf diesen Berg dazu: Alle Menschen, die sich im Umkreis von 2-3 Metern um einen Handy-Benutzer befinden, bekommen die oben genannten Einflüsse wie ein Passivraucher, gratis mit dazu. Große Freude wird da bei Bus – und Bahnfahrern aber auch bei so manchem Lehrer und bestimmt auch noch einer ganzen Reihe anderer Menschen aufkommen. Aber was kann ich schon tun? Eine ganz Menge: Informieren Sie sich bitte über diese Themen und verbreiten Sie Ihr Wissen und gehen Sie bitte bewusst mit der Technik um. Zum Handygebrauch einige Tipps:

Bewahren Sie Ihr Handy möglichst in einer Tasche auf, nicht direkt am Körper.

Telefonieren Sie nur, wenn es unbedingt nötig ist.

Halten Sie das Gerät während des Rufaufbaus weg vom Körper.

Fassen Sie sich kurz.

Gönnen Sie sich auch mal eine Pause und schalten das Gerät ab wenn es geht, aber vor allem nachts.

Ganz allgemein legte uns Frau Becker ans Herz einen möglichst störungsfreien Schlafplatz zu schaffen, damit sich der Mensch optimal regenerieren kann.

Anschließend an diesen Informationsabend fand ein dreistündiges Projekt in der R9 im Rahmen des Profils: Gesundheit und Soziales statt. Anhand von anschaulichen Experimenten wurden den Schülerinnen und Schülern die oben erwähnten Inhalte näher gebracht.                                                                                                                                                                                                                           (von S. Martens)