Schüler und Lehrer präsentieren die Vielfalt des Angebots in Selsingen – Mixtur aus Information und Unterhaltung gefällt

VON LUTZ HILKEN Tag der offenen Tür6SELSINGEN.

„Herzlich willkommen“ steht in großen, handgeschriebenen Lettern am Haupteingang der Selsinger Oberschule. Gleich  daneben steht ein Wegweiser: Was findet sich wo? Wer zeigt was? Diese Übersicht ist an diesem Mittwochnachmittag hilfreich, denn viele Besucher haben die Heinrich-Behnken-Schule nach dem Umbau noch nicht gesehen. Zeit also für einen Tag der offenen Tür.

Wer die Aula betritt, der sieht jede Menge Gruppen von Schülern, die an ihren Ständen über verschiedene Berufsbilder informieren. Vom Ergotherapeuten über den Bankkaufmann und Mediengestalter bis hin zur Hotelfachfrau ist hier vieles zu finden. Kein Wunder, denn die Neuntklässler präsentieren ihre Praktikumsausstellung. Da sich Selsingen in einer ländlich geprägten Region befindet, ist auch die Landwirtschaft vertreten.

Ein paar Schritte weiter findet sich in der Pausenhalle ein Stand mit Reiterkappen und passenden Utensilien: Die Offene Lerngruppe „Rund ums Pferd“ zeigt sich der Öffentlichkeit.

 

Sprachen und Berufe

Gleich um die Ecke, direkt vor dem Verwaltungstrakt, erfahren Besucher mehr über die Inhalte der Einführungswoche des kommenden 5. Jahrgangs. Wer einen Blick in die neue Mensa wirft, der darf sich dort niederlassen, um Kaffee und Kuchen zu genießen. Speisen gibt es auch an anderer Stelle, etwa in der Schulküche, in der französische Gerichte zubereitet werden.

Apropos Frankreich: In Raum 328 zeigen Sechstklässler ein kleines Theaterstück auf Deutsch und Französisch: „Café Daguerre“. Dafür gibt es Applaus von den Zuschauern. Sketche auf Englisch gibt es in einem weiteren Klassenraum. Wer dem Spanischen zugeneigt ist, der wird an diesem Tag ebenfalls fündig.

Einiges vorgenommen hat sich der Fachbereich Religion: Hier präsentieren Fünftklässler die Schöpfungsgeschichte. Anhand von Basteleien zeigen sie die ersten sieben Tage auf. Gleich nebenan kommt der Islam zu seinem Recht. Im Physikraum steht das Whiteboard im Mittelpunkt, die digitale Tafel. Pädagogen haben hier zudem sechs Stationen mit Experimenten aufgebaut. Die befassen sich mit der Einführung in die Mechanik, von der Masse über die Gewichtskraft zu einfachen Maschinen. Die Funktionsweise eines Flaschenzuges etwa ist hier anschaulich nachzuvollziehen. Lebhaft geht es zu beim Sägen im Werkraum, während es im etwas abgelegeneren Kunstbereich eher ruhig ist. Zeit, sich auf Linolschnitte und -Drucke sowie auf Plastiken von Schülern einzulassen. Manche stellen schlicht ein Fußballspiel oder einen Boxkampf dar, andere haben einen bedeutenderen Hintergrund: Etwa ein Schiffbrüchiger, der auf ein Boot zu gelangen versucht. „Hoffnung“ nennt sich das Ergebnis. Oder gegenüber ein zeitkritisches Werkstück: „Komm aus deinem Loch heraus“ heißt es und bereitet Themen wie Bulimie, Mediensucht, Sozialphobie oder Suizid künstlerisch auf.

Wer in die Welt der Zahlen und Formeln eintauchen, sich über die Struktur des Ganztages an der Oberschule oder über den Informatikunterricht informieren möchte, der kann dies ebenso. Nicht zuletzt stehen die Lehrkräfte Rede und Antwort. Und für den Heimweg gibt es auf dem Ruhehof Bratwurst und Getränke vom Schulverein. Runde Sache.

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